- Idiopathisches Genu Varum (spontaner Ursprung, angeborene Eigenschaft der Skelettentwicklung).
- Kniearthrose, die die Gelenkstabilität stört und in fortgeschrittenen Stadien zu Verformungen führt.
- Posttraumatische Fehlstellungen aufgrund von schlecht verheilten Femur- oder Tibiafrakturen.
- Knochenwachstumsstörungen, wie z.B. Morbus Blount (Tibia vara).
- Rachitis und verwandte metabolische Knochenerkrankungen.
- Asymmetrische Entwicklung, die zu einer Beinlängendifferenz führt.
Hauptursachen der Genu Varum Fehlstellung
Wie definieren Sie Ihre Beinform?
Sie können Ihre Beinform anhand der Standardklassifikation leicht selbst definieren und überlegen, ob eine fachliche Beratung erforderlich ist.
Ideale Beine: Knie, Waden und Knöchel berühren sich und bilden drei natürliche Lücken dazwischen.
Echte O-Beine (Genu Varum): Knie können sich nicht berühren, wenn die Knöchel zusammenstehen. Hauptursache ist eine Varusfehlstellung der Tibia unterhalb des Knies.
Falsche Krümmung: Die Knochen sind gerade, aber die einzigartige Weichteilstruktur am Unterschenkel erzeugt den visuellen Effekt krummer Beine.
Echte X-Beine (Genu Valgum): Knie berühren sich, Knöchel sind getrennt, meist aufgrund einer Femurfehlstellung.
Wichtiger Hinweis für Patienten: Genu Varum ist im asiatischen Raum häufiger, kommt aber weltweit vor. Ein Röntgenbild zeigt die Abweichung der Belastungslinie deutlich.
Prinzipien der Beinkorrektur (Ilisarow-Apparat)
Das allgemeine Prinzip der Korrektur umfasst die Osteotomie der Tibia im verformten Bereich und die Fixierung in der richtigen Position mittels Ilisarow-Apparat.
Für die Osteotomie ist kein großer chirurgischer Zugang erforderlich. Ein kleiner Stichschnitt von 5 bis 10 mm ist meist ausreichend.
Wenn die Weichteile des Unterschenkels ästhetisch günstig sind, kann mit einer unvollständigen Osteotomie (einseitige Spaltung des Knochens) ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden.
Nach der Osteotomie wird die Achse der Extremität für ihr korrektes Layout angepasst und zur weiteren Knochenheilung in dieser Position fixiert.
Der Ilisarow-Apparat ist ein perfektes Gerät zur Korrektur und Fixierung. Er wiegt nur 900 Gramm und lässt sich problemlos unter der Hose verstecken.
Behandlungszeit und postoperative Genesung
Die durchschnittliche Zeit von der Operation bis zur Entfernung des Geräts beträgt ca. 3 Monate. Wird auch das Bein verlängert, kommt für jeden Zentimeter ca. 1 Monat hinzu.
Diese Zeitspanne beinhaltet eine allmähliche Steigerung der Belastung und Aktivität während des Fixierungsprozesses.
Unmittelbar nach Entfernung der Geräte haben die Patienten die Möglichkeit, die Beine voll zu belasten und ohne Einschränkungen frei zu gehen.
Die Tragezeit des Apparats kann durch allmähliche und streng kontrollierte Belastung unter ärztlicher Aufsicht (um 5 bis 10 %) oder durch eine unvollständige Osteotomie verkürzt werden.
Vorteile der Ilisarow-Technik
- Präzise Korrektur der Fehlstellung
- Möglichkeit zur Medialisierung der Knochenfragmente
- Effektive Beseitigung der Rotationsverschiebung
- Lösung für einen hervorstehenden Wadenbeinkopf
- Möglichkeit der gleichzeitigen Extremitätenverlängerung
- Frühe Mobilisation und minimalinvasiver chirurgischer Zugang
Häufig gestellte Fragen zur O-Bein-Korrektur
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