- Idiopathisches (physiologisches) Genu Valgum, welches auch die häufigste Form bei Erwachsenen ist.
- Fortgeschrittene Kniearthrose, die die Gelenkstabilität beeinträchtigt.
- Posttraumatische Fehlstellungen aufgrund früherer Brüche des Oberschenkelknochens (Femur) oder des Schienbeins.
- Verschiedene systemische Knochenerkrankungen, die deren Struktur und Festigkeit beeinflussen.
- Kombination mit anderen Fehlstellungen wie Kniehyperextension oder Rotation.
- Asymmetrische Entwicklung, die zu einer einseitigen Fehlstellung und Beinlängendifferenz führen kann.
Hauptursachen der Genu Valgum Fehlstellung
Wie erkennt man die Beinform?
Sie können Ihre Beinform anhand der Klassifikation (Dr. Artemie, 2001) vorab selbst beurteilen und einen Orthopäden bezüglich der Notwendigkeit einer Korrektur konsultieren.
Ideale Beine: Knie, Waden und Knöchel berühren sich leicht, wobei sich drei natürliche Abstände zwischen den Beinen bilden.
Echte X-Beine (Genu Valgum): Die Knie berühren sich, während die Füße deutlich voneinander getrennt sind. Die häufigste Ursache ist eine Deformität des Oberschenkelknochens.
Echte O-Beine (Genu Varum): Die Knie berühren sich nicht, wenn die Füße zusammenstehen, meist aufgrund einer Fehlstellung des Schienbeins unterhalb des Knies.
Falsche Krümmung: Es handelt sich nicht um eine Knochenfehlstellung, sondern der visuelle Effekt entsteht durch die spezifische Anordnung von Muskeln und Weichgewebe im Unterschenkel.
Wichtiger Hinweis für Patienten: X-Beine kommen bei Bewohnern Europas und Nordamerikas viel häufiger vor. Eine präzise Röntgenanalyse ist der erste und wichtigste Schritt zu einer erfolgreichen chirurgischen Korrektur.
Wie läuft die operative Korrektur (Osteotomie) ab?
Die operative Behandlung (Osteotomie) wird streng individuell geplant, je nachdem, welcher Teil des Knochens die Fehlstellung verursacht.
Wenn die Hauptursache eine Fehlstellung des Oberschenkelknochens (Femur) ist, wird die Osteotomie direkt über dem Knie positioniert und durchgeführt.
Liegt das Problem im Unterschenkel, erfolgt eine Korrektur der Tibia unterhalb des Knies. Dieser Eingriff ist technisch einfacher und birgt ein geringeres Komplikationsrisiko im Vergleich zur Femuroperation.
Bei einer ausgeprägten Valgusfehlstellung ist es jedoch notwendig, das am stärksten betroffene Knochensegment chirurgisch zu korrigieren, um eine ideale Gangmechanik zu erreichen.
Die Technik selbst und die postoperative Pflege sind der Korrektur von O-Beinen (Genu Varum) sehr ähnlich, mit einer nachgewiesen hohen Erfolgsquote.
Bedeutung der Behandlung und postoperative Genesung
Eine unbehandelte Valgusfehlstellung führt langfristig zu Gangstörungen, Schmerzen und einem extrem erhöhten Risiko für Kniearthrose.
Nach der chirurgischen Korrektur wird das Körpergewicht wieder richtig auf die Gelenkflächen verteilt, was Schmerzen beseitigt und den Knorpelabbau stoppt.
Die Genesung umfasst ein geführtes Physiotherapieprogramm und eine allmähliche Belastung des operierten Beins mit orthopädischen Hilfsmitteln.
Nach Abschluss des Knochenheilungsprozesses berichten Patienten nicht nur über das Verschwinden der Beschwerden, sondern auch über große Zufriedenheit mit dem ästhetischen Ergebnis.
Vorteile der X-Bein-Korrektur
- Verhinderung der frühen Entwicklung von Arthrose und Knorpelzerstörung
- Wiederherstellung der richtigen Gangbiomechanik und Beseitigung von Schmerzen
- Dramatische Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes der Beine und des Selbstbewusstseins
- Korrektur von Begleitproblemen, wie z.B. Beinlängendifferenzen
- Eine langfristige Lösung, die die Notwendigkeit eines künstlichen Gelenks verzögern kann
- Hohe Erfolgsquote dank moderner Osteotomie-Techniken
Häufig gestellte Fragen zur X-Bein-Korrektur
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